ADAMOS Core

Das Herzstück der IIoT-Plattform

Das ADAMOS Core Modul ist das zentrale Element der ADAMOS IIoT-Plattform und bietet essentielle Basisfunktionalitäten für die erfolgreiche Umsetzung von Industrie 4.0 Initiativen. Thematisch lassen sich die Funktionalitäten des ADAMOS Core in vier Bereiche untergliedern:

I. Device Management
II. Data Visualization & Analytics
III. Data Management
IV. Administration

Das Core Modul ist die Basis, um Millionen unterschiedlicher Maschinen, Anlagen und Geräte zu verbinden, deren Betriebsdaten in Echtzeit zu erfassen, zu visualisieren und zu überwachen sowie deren Prozessverhalten zu beeinflussen.


I Device Management

Maschinen, Anlagen und Geräte mit der IIoT-Plattform verbinden, verwalten, strukturieren oder auch Remote steuern.

Konnektivität

Das ADAMOS Core Modul bietet Plug & Play-Konnektivität für über 100 Gateway-Lösungen verschiedener Hersteller mit Out-of-the-Box-Unterstützung von über 300 verschiedenen Maschinenprotokollen. Sein agentenbasierter Konnektivitätsansatz bietet eine sehr flexible und sichere Möglichkeit, Ihre Maschinen und Geräte mit der ADAMOS IIoT-Plattform zu verbinden. Neben der integrierten Unterstützung gängiger industrieller Verbindungsprotokolle wie OPC-UA, Canbus, Modbus und anderen werden auch verschiedene LPWAN-Protokolle wie z.B. LoRa, SIGFOX und viele weitere unterstützt.

Taxonomien & Hierarchien

Mit ADAMOS Core können Sie Ihre unzähligen Maschinen und Geräte in logischen Strukturen organisieren, um eine einfach zu navigierende und verständliche Sicht auf Ihre Vermögensgegenstände zu erhalten. Sie können beispielsweise Hierarchien einrichten, um Ihre physische Installationsbasis nach Land, Werk, Gebäude und Produktionslinie zu spiegeln oder um Ihr Kommunikationsnetzwerk über verschiedene Arten von Gateways, Terminals und Routern zu spiegeln. Die Zuordnung Ihrer Maschinen und Geräte zu den verschiedenen Hierarchien und den entsprechenden Ebenen kann sowohl manuell als auch automatisch mit Hilfe von dynamischen Selektionsfiltern erfolgen.

Befehlssteuerung

ADAMOS Core bietet Ihnen die Möglichkeit, Steuerungsvorgänge (z.B. Neustart, Relais öffnen, Drehmoment erhöhen, usw.) an Ihre Maschinen und Geräte zu senden, um deren Prozessverhalten zu beeinflussen. Sie können sowohl Vorgänge an einzelne Maschinen senden als auch Massenvorgänge an ganzen Anlagen und Maschinengruppen durchführen. Vorgänge können sowohl manuell über ein Webinterface als auch automatisch über in der Plattform konfigurierte Analyseregeln ausgelöst werden. Die automatisch fortgeführte Vorgangshistorie liefert Nachvollziehbarkeit der Vorgänge, die an einer ausgewählten Anlage durchgeführt werden. Ein Queueing-Mechanismus entkoppelt die Plattform von den Maschinen und Geräten und ermöglicht somit das Senden von Steuerungsinformationen, auch wenn die Maschinen offline sind.

Remote Shell

ADAMOS Core verfügt über eine integrierte Remote-Shell, die Ihnen eine browserbasierte Terminal Emulation zur interaktiven Kommunikation zwischen der ADAMOS IIoT-Plattform und den angeschlossenen Maschinen und Geräten bietet. Dabei ist es möglich, häufig verwendete Befehle als Favorit zu hinterlegen, um die Wiederholbarkeit von Befehls- und Steuerungsabläufen zu vereinfachen.

Fernzugriff

Der eingebaute Fernzugriffsservice des ADAMOS Core Moduls ermöglicht dem Anwender den Fernzugriff auf Bedieneinheiten von Maschinen mit grafischer Benutzeroberfläche (HMI) über einen Browser. Auf diese Weise können sich Benutzer Statusvisualisierungen anzeigen lassen, Aktualisierungen verfolgen und das Verhalten von Maschinen steuern ohne direkt vor Ort sein zu müssen. Der Dienst basiert auf Virtual Network Computing (VNC) mit Unterstützung verschiedener VNC-Server. Sicheres HTTPS-Tunneling vermeidet komplexe VPN-Setups. Die Unterstützung von Single Sign-On ermöglicht ein nahtloses Benutzererlebnis.

Firmware- und Konfigurationsmanagement

Um eine einfache und konsistente Aktualisierung Ihrer zahlreichen Maschinen und Geräte zu ermöglichen, verfügt ADAMOS Core über ein integriertes Firmware- und Softwaredepot. Sie können entsprechende Binärdateien in das Depot der Plattform hochladen oder auf externe Depots verweisen. Einmal registriert, können Firmware- und Softwareversionen auf individuelle Maschinen oder auf Gerätegruppen ausgerollt werden, entweder nach Bedarf oder über konfigurierbare zeitlich geplante Jobs. Darüber hinaus ermöglicht die eingebaute Konfigurationsverwaltung die Erfassung mehrerer Versionen von Konfigurationen im Text und Binärformat, deren Verwaltung im Depot sowie deren Roll-Out auf betroffene Maschinen und Geräte.


II Data Visualization & Analytics

Stammdaten und Metriken jederzeit im Blick behalten.
Alarme für proaktive Benachrichtigungen konfigurieren.
Eigene Visualisierungen und Anwendungen entwickeln.

Dashboarding

ADAMOS Core bietet eine Vielzahl an Visualisierungen (Diagramme, Grafiken, Karten, etc.) für Maschinenstammdaten sowie Betriebsdaten wie z.B. Sensorwerte, Alarme, Serviceverfügbarkeits-Metriken und vieles mehr. Dashboards können aus mehreren Widgets per visuellem Editor zusammengestellt werden.

Benutzer haben auch die Möglichkeit, ihre eigenen benutzerdefinierten Widgets mit dem Web-SDK der Plattform zu entwickeln, um zusätzliche Widgets für die Dashboard-Erstellung bereitzustellen.

Smart Rules

Die Plattform bietet vordefinierte Smart Rule Templates, die über den Browser konfiguriert werden können und somit ideal für Anwender ohne technische Kenntnisse geeignet sind. Smart Rules erlauben es, Alarme auszulösen, wenn zum Beispiel ein Sensorwert einen definierten Schwellenwert überschreitet oder sich ein GPS Signal in einen geographisch definierten Bereich („Geofence“) hineinbewegt, aus diesem herausbewegt oder sich für einen bestimmten Zeitraum darin aufhält. Des Weiteren kann mit Hilfe der Smart Rules überwacht werden, ob ein Ereignis nicht in der erwarteten Zeit eintritt (Non-Event) und vieles mehr. Smart Rules können nach Erstellung von Fachanwendern bei Bedarf einfach aktiviert und deaktiviert werden.

Alarm Management

Maschinen können Alarme an die Plattform senden, wo sie visualisiert werden und Aktionen auslösen können (SMS versenden, E-Mail versenden, Vorgang an Maschine senden usw.). Alarme könne auch für die Berechnung von Metriken wie der Serviceverfügbarkeit der Maschinen herangezogen werden können. Zusätzlich zu den maschinell generierten Alarmen können Anwender auch eigene Regeln und Algorithmen konfigurieren, um Alarme automatisch durch die ADAMOS Plattform auszulösen, z.B. bei Überschreitung von Grenzwerten.

Device Simulation

ADAMOS Core wird mit einem integrierten Simulator ausgeliefert, mit dem Sie virtuelle Maschinen und Geräte erstellen können. Für die virtuellen Geräte können Wiedergabelisten angelegt werden, um vordefinierte Abfolgen von Nachrichten an die ADAMOS Plattform zu senden. Der Simulator ist besonders hilfreich in der Entwicklungs- und Testphase.

Web App Development (SDK)

Das auf AngularJS basierende ADAMOS Core Web SDK kann verwendet werden, um eigene Webanwendungen zu implementieren, die mit ADAMOS Core ausgelieferten vorgefertigten Webanwendungen (Cockpit, Device Management, Administration) zu erweitern und anzupassen sowie um zusätzliche Dashboard Widgets für eigene Visualisierungszwecke zu erstellen. Auch ohne das SDK können Entwickler jedes Single Page Application Framework wie z.B. Angular, React und ähnliche für die Entwicklung von Webanwendungen nutzen. Entwickler können hierzu eine lokale Instanz des ADAMOS Servers ausführen, um ihre Webanwendungen schnell implementieren und testen zu können.


III Data Management

Stamm- und Transaktionsdaten flexibel und sicher verwalten.
Daten selektiv mit anderen Installationen austauschen.
Offene REST und MQTT Schnittstellen nutzen.

Flexibles Datenmodell

ADAMOS Core verfügt über ein vordefiniertes Domänenmodell für Inventarobjekte wie z.B. Maschinen, Geräte und Anlagen sowie Transaktionsdaten wie z.B. Sensormesswerte, Ereignisse, Alarme, Steuerungsbefehle und Auditinformationen. Da der primäre Datenspeicher eine NoSQL-Datenbank ist, können Benutzer das vorhandene Domänenmodell gemäß den individuellen Anforderungen dynamisch erweitern, ohne Metadaten des Modells anpassen zu müssen.

Datenaufbewahrungsregeln

Die Datenaufbewahrungsregeln des ADAMOS Core Moduls erlauben es, die Aufbewahrungszeiten der Daten individuell zu kontrollieren und so die anfallenden Speicherkosten, insbesondere im Cloudumfeld, zu beeinflussen. Dabei kann mittels Regelkonfigurationen sehr detailliert festgelegt werden, welche Daten wie lange aufzubewahren sind.

Data Brokerage

ADAMOS Core verfügt über einen Data Broker, der eine konfigurationsbasierte Weiterleitung und Subskription von Daten zwischen zwei oder mehr ADAMOS Mandanten ermöglicht. Diese Funktion ist besonders in verteilten Einsatzszenarien nützlich. So kann z.B. der Datenaustausch zwischen Endkunden (Maschinenanwender) und Maschinenherstellern gesteuert werden. Je nach Kritikalität der Daten kann der Endkunde selektiv entscheiden, welche der Maschinendaten an den Hersteller weitergeleitet werden sollen.

REST und MQTT-APIs

Die integrierten APIs können sowohl für die Implementierung von individuellen Benutzeroberflächen als auch für den automatisierten Datenaustausch mit der ADAMOS Plattform verwendet werden. Für Maschinen und Geräte sowie Applikationen und andere Systeme bietet ADAMOS Core eine REST-API. Speziell für Maschinen und Geräte gibt es zusätzlich eine MQTT-API. Der wesentliche Vorteil der MQTT-API besteht darin, dass das Datenvolumen, das über das Netzwerk übertragen werden muss, durch das kompakte Format deutlich reduziert ist.  Daher ist die MQTT-API ideal geeignet, um Anforderungen an geringe Netzwerkbandbreiten gerecht zu werden.


IV Administration

Plattformzugriff kontrollieren.
 Veränderungen nachvollziehbar aufzeichnen. 
Kundenmandanten übersichtlich verwalten.

Benutzerverwaltung

Über die integrierte Benutzerverwaltung können Benutzer erstellt und verwaltet sowie Berechtigungen zwischen Benutzern delegiert werden.

Darüber hinaus bietet die Plattform die Möglichkeit, sogenannte Supportbenutzer anzulegen. Supportbenutzer können nach Bedarf die Berechtigung erhalten, auf Untermandanten zuzugreifen und in die Rolle dritter Benutzer zu wechseln, um Supportfälle leichter zu reproduzieren und die Problemlösung zu beschleunigen.

Benutzerauthentifizierung

ADAMOS Core bietet verschiedene Authentifizierungsmechanismen wie z.B. Basic Authentication mit optionaler Zwei-Faktor-Authentifizierung als zusätzlichen Schutz.

Berechtingungsmanagement

ADAMOS Core verfügt über eine rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC) zur Verwaltung der Berechtigungen für die verschiedenen Objekte und Funktionen. Verschiedene Rollenarten ermöglichen es Administratoren, Berechtigungen sehr selektiv und feingranular zu definieren. Neben den vorkonfigurierten Rollen ist es auch möglich, benutzerdefinierte Rollen mit benutzerdefinierten Berechtigungen für maximale Flexibilität in der Berechtigungsvergabe zu erstellen.

Audit Logging

ADAMOS Core verfügt über ein Auditprotokoll, in dem alle sicherheitsrelevanten Aktionen wie Anmeldeversuche sowie Änderungen an Regeln, Alarmen, Benutzern, Rollen und Berechtigungen aufgezeichnet werden. Dadurch wird eine vollständige Nachvollziehbarkeit sichergestellt.

Multi-Tenant Management

ADAMOS Core ist mandantenfähig und erlaubt es hierarchische Mandantenkonzepte mit übergeordneten Mandanten und Submandanten umzusetzen.

Administratoren haben dadurch die Flexibilität den Geschäftspartnern und Kunden jeweils eigene Mandanten bereitzustellen. Gleiches gilt für die Vergabe von separaten Mandanten für die verschiedenen Phasen des Softwareentwicklungszyklus (Entwicklung, Test, etc.).

Mandanten haben eine eigene URL und physisch getrennte Datenräume, mit eigenen Benutzern und einer eigenen Anwendungsverwaltung.

Standardmäßig findet kein Datenaustausch zwischen den Mandanten statt. Damit bietet das Mandantenkonzept ein hohes Maß an Datenschutz und Sicherheit.

Nutzungsstatistiken

Da ADAMOS seine Platform-as-a-Service (PaaS) Dienste auf Basis eines Pay-per-Use Modells anbietet, erhalten Administratoren Zugang zu relevanten Nutzungsstatistiken für die entsprechenden Metriken des Pay-per-Use Modells. Daten, die je Mandant zur Verfügung gestellt werden, sind z.B. die Anzahl der angeschlossenen Maschinen und Geräte, die Anzahl der Datentransfers zwischen den Maschinen und der Plattform sowie der auf der Plattform angefallene Speicherplatz.


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